Wie funktioniert die Feldenkrais-Methode?

Einige Mittel der Feldenkrais-Arbeit:

Bewusstheit
Durch das Beobachten unserer Bewegung können wir das „Loch“ (oder die Sperre) in der Handlungskette finden, das fehlende Glied der Unterstützung in unserem Körper, das die Bewegung einschränkt oder erschwert. Dieses integrieren wir wieder in die Handlung. Es wird also durch Bewusstheit in unserer Bewegung wieder in die Funktion integriert.

Lernen
Da alles, was wir tun, erlernt ist, können wir also immer weiter lernen. Die Feldenkrais-Methode gibt uns ein Mittel zur „Selbsterziehung“. Wir lernen wieder, uns nach eigenem Maßstab und unseren persönlichen Möglichkeiten angemessen, zu gebrauchen.

Langsamkeit
In den Übungen bewegen wir uns meist langsam, damit wir die Abläufe bewusst wahrnehmen können. Schnelle Bewegungen werden von einem Teil des Gehirns gesteuert, in dem alte, gewohnte, bekannte Handlungen bereits als automatische Abläufe abgespeichert sind. In Geschwindigkeit können wir Bewegungen nur wiederholen, aber kaum neu organisieren. In einer Feldenkrais-Stunde geht es aber nicht um Wiederholungen, sondern darum, wieder neue Möglichkeiten zu integrieren.

Individualität
Es gibt in dieser Methode keine Pauschallösungen. Es gibt nur individuelle Lösungen. Denn in unserem Körper gibt es unendlich viele Möglichkeiten ein und dieselbe Bewegung zu organisieren. Sicherlich ist Ihnen schon einmal aufgefallen, wenn Sie sich umschauen, dass kein Mensch wie der andere geht. Sie können einen Ihnen bekannten Menschen schon aus sehr großer Entfernung erkennen, allein anhand seiner Bewegungen, lange bevor Sie sein Gesicht erkennen werden. Es gibt so viele Möglichkeiten zu welchem Anteil welcher Teil eines Muskels sich an einer Bewegung beteiligt. Diese individuelle Organisation hat immer einen Grund und einen Sinn. In der Feldenkrais-Methode suchen wir nach Verbesserung, die diesem individuellen System angemessen ist.

Leichtigkeit
Eine weitere Strategie, die uns hilft, wahrnehmen zu können was wir tun, und damit überhaupt erst einen Einfluss darauf zu bekommen, ist die Verringerung der Anstrengung. Es gibt ein physikalisches Gesetz, das das Verhältnis von Anstrengung und Wahrnehmungsfähigkeit beschreibt, das „Weber-Fechner-Gesetz“. Je größer die Anstrengung, umso größer muss auch der Reiz sein, den man wahrnehmen kann. Nur in möglichst geringer Anstrengung bin ich in der Lage, Unterschiede in meinem Tun und in der Muskeltätigkeit wahrzunehmen, die mir eine Erleichterung der Bewegung ermöglichen würden.

Leichtigkeit ist damit ein Wegweiser, der uns den effektivsten Weg einer Bewegung (Kraftübertragung) durch den Körper hindurch zeigen kann. Alles, was Verbesserung und Erleichterung bringt, lernt der Körper gern. Das macht die Feldenkrais-Methode so effektiv. Es braucht keine ewigen Wiederholungen. Und daraus besteht der Unterricht auch nicht. Was tun wir also stattdessen? Wir erforschen Bewegung. Wir suchen nach verschiedenen Wegen, die gleiche Handlung Auszuführen, und erweitern so unsere Fähigkeiten. Wir machen unseren Körper „intelligenter“.

Hier noch ein paar Beispiele, welche Mittel in einer Unterrichtsstunde zur Anwendung kommen können:

differenzieren – integrieren
Wir können einen Bewegungsablauf in seine Einzelteile zerlegen und ihn dann wieder zusammensetzen, entkoppeln und verknüpfen die Bereiche, die an der Bewegung beteiligt sind und nicht beteiligt sind. Um nachher festzustellen, dass alles beteiligt ist, auch das, was „nicht beteiligt“ ist! Denn am Ende bewegt sich „das ganze Selbst", so wie es das Wort Individuum (lat. unteilbar) schon nahe legt.

Umkehr von proximal und distal
Wir kehren die Arbeit um. Was sich im Alltag viel bewegt (Extremitäten), bleibt jetzt in Ruhe, was sich sonst wenig bewegt (die Mitte), wird jetzt in Bewegung gebracht. So können zum Beispiel Schmerzen verschwinden, die vorher mit der Bewegung assoziiert waren.

Wir gebrauchen: Einschränkungen (engl. constraints) und Hilfsbewegungen.

Und wir lernen die Aufmerksamkeit auf verschiedene Bereiche zu lenken. Wo ist unsere Aufmerksamkeit, wenn wir eine Hand bewegen? Auf der Hand? Das wäre nur eine Möglichkeit von vielen…Initiieren die Bewegung von verschiedenen Stellen aus.

Probieren Sie es aus! Gewinnen Sie Bewegungsfreiheit und Selbstkontrolle! Sie denken, Freiheit und Kontrolle- das widerspricht sich? Was wäre das eine ohne das andere?

Wieso brauchen wir die Feldenkrais-Methode?

Unsere täglichen Haltungen und Bewegungen prägen uns. So sammeln wir im Laufe eines Lebens eine Menge von Gewohnheitsmustern an. Es ist schon ausreichend, Rechtshänder zu sein, um im Laufe von Jahrzehnten die Wirbelsäule dauerhaft zu „verdrehen“, d.h. unterschiedliche Spannungen in der rechten und linken Körperhälfte zu erzeugen, die uns dann in unserer Haltung und Beweglichkeit beschränken und bestimmen.

Auch Verletzungen und Unfälle bleiben öfter im Bewegungsbild gespeichert, als uns bewusst ist. Hat man einmal für einen gewissen Zeitraum zum Beispiel ein Bein geschont, verschiebt sich das gesamte Körpergewicht mehr über das andere Bein. Und bleibt oft auch nach der Genesung verschoben, ohne dass wir das wahrnehmen. Denn diese Körperspannungen werden in unserem motorischen Zentrum als Selbstbild gespeichert, gelten dann als “normal“ (so können wir als Spätfolgen an ganz anderen Stellen im Körper Probleme bekommen). Wenn wir diese Spannungen wieder in unser Bewusstsein bringen, ist der Körper in der Lage, sie zu verändern.

Moshé Feldenkrais beschreibt, wie eingeschränkte Möglichkeiten unser Selbstbild beeinflussen, ungefähr so: Hat man nur eine Möglichkeit zu Handeln oder zu reagieren, nennt man das zwanghaft, denn man ist gezwungen auf die einzig bekannte Art zu agieren. Ein freier Mensch wird man erst durch Entscheidungsmöglichkeiten, und die hat man nur, wenn einem verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung stehen. „Wenn man etwas nicht auf mindestens zwei verschiedene Arten tun kann, gibt es keine freie Wahl. Deshalb bedeutet das wirklich wichtige Lernen, imstande zu sein, Bekanntes auf verschiedene Arten ausführen zu können. Je mehr Möglichkeiten man hat, umso freier ist die Wahl. Je größer Deine Auswahl an Möglichkeiten ist, umso mehr bist Du Mensch.“

Auf den Körper bezogen bedeutet der Mangel an Alternativen auch: Wer nur einen begrenzten Anteil von Muskeln und Gelenken über ein und denselben Weg benutzt, überlastet diesen kleinen Teil und lässt andere Anteile brach liegen. Das führt zu Abnutzung auf der einen Seite und zu Verlust von Fähigkeiten auf der anderen. „If you don´t use it, you´ll lose it“ oder „use it or loose it” - das ist das Motto unseres Gehirns. Was wir nicht gebrauchen, wird abgebaut oder zumindest „eingemottet“. Ein eingeschränkter Bewegungsalltag verringert auf Dauer also unsere Bewegungsfreiheit. Das hat Folgen. Haben Sie Schwierigkeiten einen Arm zu heben oder schmerzt ihre Schulter? Probleme in der Halswirbelsäule? Ist ihr Atemraum eingeschränkt? Ein Zuviel an Spannung im Brustkorb könnte der Grund dafür sein- wieder Bewegung in denselben zu bringen, die Lösung. Oft stammt die „Schwierigkeit“ aus einer anderen Region des Körpers. Die Stelle, die schmerzt ist eventuell nur die Leidtragende, das schwächste Glied der Kette. Wenn das Knie schmerzt, ist eventuell das Zusammenspiel von Rücken, Becken, Hüfte, in das Bein und bis hinein zum Fuß nicht mehr stimmig. Das Knie kann z.B. durch verschobene Spannungsverhältnisse im unteren Rücken belastet sein, die die Stellung des Beckens verändern.

Wie beeinflusst unsere Haltung unsere Bewegung?

Wenn wir im Lot sind, trägt unser Skelett leicht das Körpergewicht. Wir stehen zentriert, im optimalen Gleichgewicht mit der geringstmöglichen Muskelaktivität. Weichen wir ab von diesem Lot, geschieht folgendes: Wenn z.B. das Becken eine ungünstige Position hat, um das Körpergewicht zu tragen und weiterzuleiten, dann muss im Rumpf zusätzliche Haltearbeit geleistet werden,damit wir „im Gleichgewicht“ bleiben. Ist das Becken verschoben, wird als Gegengewicht der Brustkorb verschoben. Die Muskeln, die jetzt damit beschäftigt sind uns weiterhin aufrecht zu halten, stehen uns nicht mehr oder nur sehr begrenzt für weitere Arbeit (Bewegung) zur Verfügung, da sie ja schon permanent im Einsatz sind. Das kostet den Körper viel Kraft, da diese Muskeln nicht für die langfristige Anspannung gemacht sind. So bekommen wir stellenweise oder insgesamt ein Gefühl von Unbeweglichkeit oder Ermüdung. Vielleicht denken wir sogar, wir hätten zu wenig Kraft, ohne zu ahnen, dass unsere Muskeln eben nur schon beschäftigt sind. Wir fühlen uns steif und unbeweglich, müde und erschöpft, Bewegung wird schwer und anstrengend.

Abnutzungen, Überanstrengungen, Einschränkungen nehmen mit der Zeit zu und belasten den Körper über Gebühr. Zusätzlich kann ein ungleichmäßiger ungünstiger Druck auf Knochen und Gelenke entstehen. Schmerzen, Verspannungen, chronische Müdigkeit, Energieverlust, Gelenkschmerzen, organische Störungen, Beeinträchtigung der Atmung, der Verdauung, der Leistungsfähigkeit insgesamt…

Je besser wir ausbalanciert sind, desto freier wird unser Muskelsystem für Bewegungen. Die „festgefahrenen“ Haltungsmuster wieder aufzulösen bringt Bewegungsfreiheit und Entlastung. Zum Glück sind wir dynamische Systeme, lebenslang im Wandel und in Veränderung. Alles, was wir denken und tun, wirkt sich aus, formt und verändert uns. Und so können wir an jedem Punkt unseres Lebens entscheiden, bewussten Einfluss auf unsere Haltung, unser Verhalten zu nehmen.

„Das ganze Selbst bewegt sich“ sagt Moshé Feldenkrais . D.h. je mehr wir sozusagen uns selbst unterstützen, anstatt uns im Weg zu stehen, umso schöner, leichter, effektiver und gesünder werden unsere Bewegungen und unsere Körperhaltung.

Durch die Einfachheit und Langsamkeit mit der wir im Feldenkraisunterricht bewegen, erhalten wir Zugriff auf unsere Bewegungsmuster und können sie verändern. Was wir also brauchen, um in unseren Fähigkeiten zu wachsen, sind Aufmerksamkeit, Bewusstheit, Bereitschaft…und eine passende Feldenkrais-Lehrerin!

„Fällt uns eine Bewegung „schwer“, sind bestimmte Bedingungen, Voraussetzungen nicht erfüllt. Stimmen die Bedingungen, dann „geschieht“ Bewegung einfach, ebenso wie es regnet oder schneit, wenn die richtigen Bedingungen erfüllt sind“, sagt Mabel Todd.

Warum gerade Feldenkrais?

ch versuche das mal zu erklären und entschuldige mich gleich im Voraus bei allen Neuro-Biologen und Spezialisten des menschlichen Nervensystems für die Laienhafte Darstellung dieser Vorgänge. Also, so ungefähr funktioniert das: Unsere gewohnten Haltungsmuster unterliegen nicht der direkten Kontrolle unseres bewussten Willens. Wenn ich sehe, dass meine Schultern nicht gleich hoch stehen, dann hilft es nicht wirklich, sie willentlich auf die gleiche Höhe zu bringen. Das bringt wieder nur zusätzliche Arbeit, noch mehr Spannungen in den Körper. Denn wir bringen dadurch nicht unsere Muskulatur dazu, ihre überschüssige Arbeit aufzugeben, damit die Schultern herabsinken könnten, sondern stocken nur mehr Arbeit auf. Wir gleichen das Ausgleichen aus…Eine endlose Spirale der Anspannung.

Mit Hilfe der Lektionen von Moshé Feldenkrais können wir in den Übungen einen Freiraum erschaffen, in dem das Nervensystem sich selbst korrigieren kann, in dem es selber wieder spüren kann, wo Arbeit verrichtet wird, und ob sie wirklich noch notwendig ist. Wir bieten dem System in einer Feldenkrais-Stunde Selbsterkenntnis und Alternativen zum bisherigen Tun.

Warum haben wir mit unserem Willen keinen Zugriff auf diese Gewohnheitsmuster?

Weil das, was wir unbewusst automatisch tun von einem Teil unseres Nervensystems bestimmt wird, auf den wir eben direkt keinen Zugriff haben. Das ist auch gut so, denn wir brauchen automatisierte Vorgänge, um lebensfähig zu sein. Dieser Teil ist sozusagen unsere Versicherung zum Überleben, er kann blitzschnell und ohne langes Überlegen reagieren.

Der Bereich des Gehirns, auf den wir willentlich Zugriff haben, also der „Bewusste“, liegt im „neueren“ Bereich des Gehirns, dem Neokortex, (und auf Bewegung bezogen) in unserem motorischen Zentrum. Hier können wir neue Möglichkeiten anbieten, neue Verknüpfungen entwickeln, hier kann gelernt werden. Wenn wir hier etwas abspeichern, das uns nützt, kann diese Funktion später auch wieder ins „Unbewusste“ hinabsinken und „automatisch“ benutzt werden. Wir können also neue Gewohnheiten erstellen. Bewegungsmuster, die heute vielleicht hilfreicher wären, als die „alten“ eventuell belastenden Haltungsmuster.

Im Feldenkrais-Unterricht erhalten wir also die Möglichkeit, unsere abgespeicherten Bewegungen und Spannungsmuster aus dem „Keller“ heraufzuholen und anzuschauen, Alternativen zu entdecken und, wenn uns die neuen Angebote gefallen und nützen, diese zu integrieren, also „einzukaufen“, mit nach „Hause“ (in unsere Gewohnheit) zu nehmen, und uns von dem einen oder anderen zu trennen, das wir dann nicht mehr brauchen…

Wozu wird Feldenkrais eingesetzt?

Kurz gesagt:
Die Übungen der Feldenkrais-Methode haben zum Ziel, die Kontrolle über den eigenen Körper zu verbessern, fehlerhafte Bewegungsmuster zu korrigieren, Spannungen zu reduzieren und Schmerz verursachende Bewegungen und Haltungen zu „verlernen“, Bewegungsfreiheit zu erweitern.

Mögliche Effekte der Feldenkrais-Übungen:
- Bewegung und Haltung von Schmerz und Anstrengung befreien
- die Atmung wird freier
- verbesserte Wahrnehmung des eigenen Körpers
- erkennen der eigenen Bewegungsmuster
- verbesserte Haltung (freier, aufrechter)
- Bewegungen werden leichter und harmonischer
- Entspannungsfähigkeit des Körpers verbessert sich
- erhöhte Lernfähigkeit, erhöhte Bewusstheit
- Abbau von chronischen Ver-Spannungen

Was wir mit Hilfe der Feldenkrais-Lektionen erreichen können:

Wir verlernen die Haltungen, die uns belasten, und finden so wieder zu einer Bewegungsfreiheit zurück, die wir schon lange nicht mehr erlebt haben, die wir schon verloren glaubten oder noch nie erlebt haben.

Indem wir die Qualität unserer motorischen Funktionen und Fähigkeiten verbessern, erleichtern wir Bewegungsumfang, Beweglichkeit, Koordination, Kraftübertragung und damit unsere grundsätzliche Haltung.

Die effizientere Nutzung der eigenen Kräfte, erweitert unsere Leistungsfähigkeit und hat zur Folge, dass wir uns bequemer bewegen, leichter bewegen. Die Bewegungen werden geschmeidiger, durch den Abbau parasitärer, überflüssiger, störender Spannungen.

Das führt zu Erleichterung und Auflösung von schmerzhaften Zuständen und zu einer Verminderung von Belastung und Verletzungsgefahr.

Ein paar einfache Beispiele für überflüssige Muskelspannungen: Kiefer (Zähne zusammenbeißen), Schultern festmachen (Nackenspannung), Hände oder Zehen angespannt, Atem anhalten - sind oft unnötig und verbrauchen Energie, erzeugen einen Gesamtspannungszustand von „Anstrengung“. Muss man den Atem anhalten zum Zuhören? Braucht man wirklich Spannung in den Zehen oder den Schultern beim Sitzen am PC?

Indem wir Selbst-Bewusstheit erlernen (Was tue ich und wie tue ich es?), erlangen wir mehr Kontrolle über uns selbst, und können lernen, uns besser einzuschätzen und wahrzunehmen. Wer zum Beispiel schneller erkennen lernt, wann er in Anspannung sitzt, erspart sich chronische Verspannungen.

Körperbewusstsein stärken heißt Selbst-Bewusstsein stärken.

Im Motorischen Zentrum unseres Gehirns gibt es sozusagen eine Landkarte von unserem Körper. Es gibt Bereiche auf dieser Landkarte, die uns sehr vertraut sind und es gibt „weiße Flecken“ auf dieser Karte, Bereiche, die uns mehr oder weniger unbekannt sind. Was fehlt in Ihrem Selbstbild? Wo ist das unbekannte Terrain in Ihrem Körper? Gehen Sie mit Feldenkrais auf Expedition und erobern Sie sich selbst zurück!

Oft sind die scheinbaren körperliche Grenzen nur darauf zurückzuführen, dass unsere „Landkarte“ im Gehirn auf die Möglichkeiten beschränkt ist, die wir täglich gebrauchen. Entdecken Sie Ihre Möglichkeiten!

Fähigkeiten erweitern, neue Möglichkeiten finden, Selbstbild stärken.

An wen wendet sich die Feldenkrais-Methode?

Kurz gesagt:
An ALLE! Diese Methode wendet sich an Menschen- und alle, die es werden wollen!

Haben Sie einen Körper? Dann ist Feldenkrais für Sie genau das Richtige!

Diese Methode ist für Bewegungsbegeisterte ebenso geeignet wie für Faulpelze. Für Menschen, die ihre Fähigkeiten erweitern wollen ebenso wie für Schmerzgeplagte, die dringend nach Hilfe suchen.

Mit Hilfe dieser Methode entwickelt der Lernende eine Bewusstheit, die das Selbstbild des Körpers verändert. Ich persönlich würde sogar sagen: Feldenkrais macht glücklich! Der Körper wird lebendiger, fähiger, stimmig. Oft laufe ich die Straße entlang und muss lachen, weil ich meine eigenen Bewegungen wahrnehmen kann, und das zu erleben macht einfach Spaß!

Wer wenig Körpergefühl hat, und sich gar nicht mehr so sicher ist, ob er in einem Körper lebt, ist hier genau so richtig, wie der Mensch, der durch Schmerzen, chronische Verspannungen oder Einschränkungen den eigenen Körper manchmal eher als Belastung empfindet.

Wer einseitige Belastung und Bewegungsmangel am Arbeitsplatz erlebt, kann sich mit Hilfe derFeldenkrais-Übungen davon befreien.

Auch für Menschen, die sich stark mit ihrem Körper identifizieren und sich in Bewegung wohl fühlen, kann die Feldenkrais-Methode eine große Bereicherung sein.

Der Sportler kann die Effektivität seiner Bewegungen steigern,
die Tänzerin die letzten Ungereimtheiten ihrer Bewegungsabläufe entdecken,
der Musiker die Feinheit und Leichtigkeit seiner Arbeit unterstützen,
die Schauspielerin Kontrolle und Ausdruckskraft stärken.

Hab ich noch jemanden vergessen?

Selbst Menschen mit teilweise starken Einschränkungen können diese Methode nutzen, denn wenn gar nichts geht, können wir immer noch in der Vorstellung arbeiten. Diese Art der Arbeit bedarf einiger Übung, da sie für die meisten von uns eher ungewohnt ist, hat aber eine große Effektivität. Sie nützt dem, der sich gerade von einem Bandscheibenvorfall erholt genauso, wie sie der Leistungssportler oder Musiker gebrauchen kann, um seine Performance zu fördern.

Das Feldenkrais-Bewegungstraining ist die beste Voraussetzung für alle anderen Arten von Bewegung und sportlicher Betätigung. Sie ist ein guter Ausgleich bei einseitigen Belastungen, entstehen diese nun aus zu viel oder zu wenig Bewegung. Sie ist auch sehr interessant für Unterrichtende! Ob Yogalehrerin, Musiklehrer, QiGong-Lehrerin- Sie werden davon profitieren, die Zusammenhänge im Körper noch besser zu verstehen!

Und: Diese Methode ist ein echtes Anti-Aging! „Altern“ besteht zu einem Anteil daraus, dass wir unseren Bewegungsalltag einschränken. „If you don´t use it – you´ll loose it” (so verlieren wir unsere Beweglichkeit).

Jeder bewegt sich im Unterricht im Rahmen seiner Möglichkeiten und erweitert, ausgehend von diesem individuellen Standort, seine Fähigkeiten.

Bieten Sie Ihrem Körper wieder Bewegungsspielraum!