Was ist die Feldenkrais-Methode?

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Die Feldenkrais-Methode ist ein bewegungspädagogisches Konzept, das dem Individuum die Chance gibt, ein Bewusstsein für sich selbst zu entwickeln, seine Möglichkeiten und Fähigkeiten zu erweitern, und sein volles Potential zu entfalten.

Bewegungsunterricht – Bewegungsorganisation – Körperwahrnehmung

Der menschliche Körper ist für Bewegung gemacht. Das kann man daran erkennen, dass sein Schwerpunkt relativ weit oben im Körper liegt. So lebt er, im physikalischen Sinn, in einem labilen Gleichgewicht. Jede kleine Veränderung wirkt sich weit auf das gesamte System aus. Muskelspannungen, die Skelettanordnung im Raum und auch die Atmung verändern sich mit jeder Bewegung.

In unserer alltäglichen Vorstellung scheint es uns möglich, zum Beispiel einen Arm einzeln zu bewegen, als sei er vom Körper unabhängig. Dem ist nicht so. Unser Körper ist ein zusammenhängendes System. Alle Muskeln greifen in Ketten ineinander. Wenn wir zum Beispiel im Stehen einen Arm zur Seite heben, muss der Körper neu ausbalanciert werden, d.h. diese Bewegung wirkt sich aus bis in unsere Fußgelenke. Wäre das nicht so, würden wir zur Seite fallen. Das Gewicht, das sich auf einer Seite von der Achse entfernt, muss entsprechend ausgeglichen werden.

Unser Fokus liegt aber oft nur auf der Stelle des Körpers, die sich bewegen soll. Das ist ein Gedanke, der einen verleitet, nur einen kleinen Teil des Körpers zu beachten und gebrauchen zu wollen. So wird unter Umständen ein Teil weit über Gebühr belastet, während andere Bereiche gar nicht mehr in Bewegungen einbezogen werden. Gerade dort, wo zuviel Arbeit auf zuwenig Arbeit trifft, können Belastungen und Schmerzen entstehen. In der Feldenkraismethode suchen und finden wir diese Bewegungszusammenhänge, und stellen sie wieder her. Bis sich „das ganze Selbst“ bewegt.

Es gibt zwei Arten die Feldenkrais-Methode zu praktizieren:

  1. Funktionale Integration
  2. Bewusstheit durch Bewegung
 
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